Mittwoch, 19. Oktober 2016

Ugab Terrace Lodge

18.10.2016
Sonne, 38 Grad

Der ganze Tag bestand heute "nur" daraus, dass wir von einem Beobachtungsplatz auf den nächsten wechselten und dabei die Tiere, die wir gar nicht erwartet haben, beobachtet haben.
Ein kleines Wasserloch war unterhalb der Lodge und wir hatten einen genialen Blick auf das gesamte Geschehen.
Als erstes zeigten sich ein paar Perlhühner und Warzenschweine, aber dann zogen plötzlich vier Kudus heran. Es war toll zu sehen, wie vorsichtig und mit welcher Methode sie sich dem Wasserloch genähert haben.



Kurz nach den Kudus stellten wir fest, dass sich eine ganze Horde von Affen, insgesamt 16 Tiere dem Wasserloch näherte.
Diese Affen haben wir über 2,5 Stunden beobachten können und dabei gesehen, wie sie Trinken, fressen, spielen, sich lausen und dann langsam weiterziehen.
Das war ein ganz besonderes Erlebnis.






Und zwischendurch haben wir immer wieder den tollen Blick in das Land genossen.











Erongo Wilderness Lodge - Ugab Terrace Lodge

17.10.2016
Sonne, 38 Grad
167 km

Vom Erongo Gebirge machten wir uns heute auf Richtung Ugab.
Schon bald erreichten wir eine Gegend, die uns stark an die USA, speziell an Arizona erinnerte.
Zahlreiche Tafelberge und Plateaus, auch Ugab Terassen genannt, erheben sich aus der sonst kargen Landschaft. Über 30 Millionen Jahre grub sich der damals wohl sehr wasserreiche Ugab River in die Gesteinsschichten und bildete so die Landschaft.



Durch Erosion entstand auch die 35 m hohe "Fingerklippe". Mit einem Umfang von 44 m ist sie eine der berühmtesten Felsformationen von Namibia.


Ganz in der Nähe der Fingerklippe war dann auch schon unsere Unterkunft zu finden.
Mit einem grandiosen Blick über das Land, lagen die Häuser direkt an der Kante des Plateaus. Zwei Nächte sollten Sie unser Domizil sein.













Dienstag, 18. Oktober 2016

Erongo Wilderness Lodge

16.10.2016
Sonne, 42 Grad

Nach der Kühle des Abends folgte die Kälte der Nacht und wir haben tatsächlich mit zwei Decken, die bis zur Nasenspitze hochgezogen waren, geschlafen. Wie schon gesagt, Wahnsinn diese Temperaturunterschiede. Es waren ca. 12 Grad.
Aber als am Morgen die Sonne da war, war schon abzusehen, dass es wieder ein sehr heißer Tag werden würde.
Und so haben wir uns nach dem Frühstück ein schattiges Plätzchen gesucht, um den Tag dort zu verbringen.



Den Agamen scheinen diese Temperaturen wohl nichts auszumachen, denn diese haben sich teilweise sehr ausgiebig in der Sonne gesonnt.



Aber natürlich wollten wir auch nicht den ganzen Tag vergammeln und so haben wir um 15:30 Uhr beschlossen, den geführten Natur Drive zu machen.
Er beinhaltet eine Fahrt mit Wildbeobachtung zu einer Höhle mit Felszeichnungen und Sundowner dort vor Ort. Dann fährt man in der Dunkelheit zur Lodge zurück, mit der Möglichkeit, mit viel Glück auch mal nachtaktive Tiere zu sehen. 
3 Stunden dauert die Tour und um 17:00 Uhr ging es los. Vier weitere Personen waren mit von der Partie.
Neben der Natur, war es auch wieder eine nette Off Road Erfahrung.



Dadurch, dass es den Tag über sooo heiß gewesen ist, haben sich nicht sehr viel Tiere gezeigt. Aber ein paar Dig Digs haben wir dann doch vor die Linse bekommen.



Nach der holperigen Fahrt stoppten wir dann im Tal und nun ging es zu Fuß weiter. Der angekündigte "20 minutes easy walk" war eine recht anstrengende Kletterei über Stock und Stein, aber unser Guide passte die Geschwindigkeit gut an, so dass wir den Aufstieg und die Aussicht genießen konnten.




Nach einigen Höhenmetern kamen wir auf einem weitläufigen, glatten, aber schrät abfallenden Granitfelsen an und entdeckten die Höhle. An den Wänden sind Felsmalereien, deren Alter auf einige hundert bis mehrere tausend Jahre geschätzt werden. 




Langsam begann auch der Sonnenuntergang und vom Rand der Höhle hatten wir schon einen spektakulären Blick darauf.


Also machen wir uns an die Abstieg, damit wir den Weg nicht im Dunkeln gehen mussten.
Am Auto angekommen fuhren wir noch ein Stück weiter, um dort dann die Getränke und Snacks zu verspeisen.
Und schlagartig war es dunkel. Heute war Vollmond und wir haben den Mond selten so Organe gesehen. Aber das ist hier wohl nicht unüblich.
Aber dann haben uns die Wolken und der Mond ein witziges Schauspiel geliefert und wir haben das erste Mal in unserem Leben einen Zebramond gesehen.


Heute Abend war es nicht so kalt, sondern sehr angenehm und als wir um 20:00 Uhr zurück in der Lodge waren, könnten wir das Essen ohne Decken und Jacke genießen.
















Wüstenquell - Erongo Wilderness Lodge

15.10.2016
Sonne, 42 Grad
186 km

Noch ein letztes gemeinsames Frühstück mit Olli womit wir gemütlich den Tag begonnen haben und dann mussten wir Abschied nehmen.
Unser nächstes Ziel lag 186 km entfernt in den Bergen des Erongo Gebirges. Da man das Farmgebiet im Gegensatz zu den anderen Farmen durchfahren kann, fuhren wir direkt nach Norden raus, womit wir nochmals andere Eindrücke der Gegend aufsaugen konnten. Außerdem verabschiedeten uns zwei prächtige Adler, eine Kudu-Herde und etliche Strausse.



Die Temperatur hatte heute nochmal ein paar Grad draufgepackt. Die Namibier sagen, der Sommer ist angekommen. Wir waren demzufolge ziemlich froh im klimatisierten Mr. Lux zu sitzen. Wenn wir ausgestiegen sind, wehte uns der Wind wie heiße Fönluft entgegen. Puh!
Da es ja nicht so viele Km bis zur Lodge waren, waren wir diesmal relativ zeitig vor Ort. Die Zufahrt zum Parkplatz war nochmals eine kleine Off Road Herausforderung und Mr. Lux musste sein 4x4 fleißig einsetzen.
Und dann standen wir dort zwischen den Felsen in die die Unterkünfte in Form Zelten verteilt aufgebaut waren. Wie cool ist das denn?




Und wie es sich für ein Zelt gehört, war das Bad auch entsprechend im "Freien"


Die Wege zu den Zelten und dem Restaurant sind über Holzbrücken und etliche Stufen erreichbar, was einem bei diesen Temperaturen schon ein bisschen was abverlangt.
Und so haben wir uns entschieden, diesen Nachmittag einfach nur zu relaxen und die Aussicht und die Vogelwelt um uns herum zu beobachten.






Zum Abend hin wurde es dann erstaunlich kühl. Das Abendessens wurde auf der Terrasse serviert und irgendwann kam der Manager und hat sogar Decken verteilt. Es ist enorm, welche Temperaturunterschiede hier herrschen.
Aber das Essen war super lecker und konnte in dieser Atmosphäre ja auch nur schmecken.😜

















Montag, 17. Oktober 2016

Wüstenquell

14.10.2016
Sonne, 35 Grad

Trotz der Hitze hatten wir eine gute Nacht. Gemütlich um 9:00 Uhr saßen wir dann beim Frühstück.
Es stellte sich heraus, dass die anderen vier Gäste heute abreisen und die nächsten Gäste erst morgen ankommen. Das hieß, wir hatten die ganze Farm für uns alleine. Und Olli hatte schon Pläne für uns, vormittags dürften wir alleine über sein Gelände fahren und uns die Felsformationen ansehen und um 17:00 Uhr wollte er mit uns einen Game Drive machen, wo wir in den Felsen zum Sundowner grillen und dann gemütlich am Lagerfeuer sitzen.
Wir fanden die Idee genial und haben sie gerne angenommen.
So, jetzt aber der Reihe nach.
Wir fuhren also am Vormittag los, um uns die witzigen Formationen, die es auf dem Farmgelände gibt anzusehen. Lustig, was die Natur so in Millionen von Jahren formt.




Dann wurde es aber immer heißer und der Pool auf der Farm lockte uns immer stärker. Also traten wir den Rückweg an und genossen im Anschluss die Kälte des Pools. Wow, kalt war er wirklich, aber tat das gut.



Den Rest des Nachmittags haben wir dann am Pool verbracht und einfach nur die Seele baumeln lassen.

Pünktlich um 17:00 Uhr ging es dann mit Olli auf Tour.


Immer wieder wechselten die Landschaften und dass, obwohl wir uns nur auf dem Farmgelände aufhielten. Außerdem hatten wir Glück und haben einige Bergzebras gesehen. Schön sind die.


Olli zeigte uns die schönsten Fleckchen seiner Farm und wir haben uns dabei viel unterhalten und eine Menge Wissenswertes erfahren.




Langsam begann die Sonne unterzugehen und wir kamen zu der Stelle, an der wir grillen wollten. Ein guter Geist hatte den Platz dort schon ein wenig vorbereitet und so konnte sich Olli gleich ans Grillen machen, während wir den Sonnenuntergang genossen.



Olli ist ein guter Grillmeister und bald saßen wir satt und mega glücklich am Lagerfeuer und waren einfach nur voller Dankbarkeit erfüllt, soetwas erleben zu dürfen.


Was für ein toller Tag!